Mittwoch, 16. August 2017

FAIRreisen - kostenlose Ländertipps!



Der Tourismus ist – rein ökonomisch betrachtet – eine Erfolgsgeschichte. Doch mit  den stetig wachsenden Touristenströmen wird auch die Kehrseite immer deutlicher sichtbar.  Mehr  reisen bedeutet,  dass  Ökosysteme  stärker  belastet,  mehr  Ressourcen, Energie und Wasser verbraucht, mehr Klimagase in die Luft geblasen und  mehr  Abfälle  erzeugt  werden.  Die  Zunahme  an  Reisen  geht  besonders  in  Entwicklungsländern  oft  einher  mit  mies  bezahlten  Jobs,  Landschaftszerstörung, Flächenverbrauch,  Abnahme  der  biologischen  Vielfalt,  Kinderarbeit  und Sextourismus.
Dies ist immer mehr Reisenden bewusst. Sie möchten fair, ökologisch, klimabewusst  und politisch korrekt unterwegs sein. Doch oftmals bleibt es bei der guten Absicht,  denn was fehlt, sind konkrete, zuverlässige Empfehlungen. Diese Lücke möchte zum  einen das Buch FAIRreisen schließen, zum anderen die vorliegende Liste – einmalig in  ihrer  Art.  Sie  ist  ein  erster  Versuch,  verantwortungsvoll  reisenden  Touristen konkrete faire & grüne Reisetipps an die Hand zu geben.
Unterstützt  von  Landeskennern,  habe  ich  die  Tipps,  die  keinen  Anspruch  auf  Vollständigkeit  erheben  und  die  für  die  erwähnten  Unternehmen  und Organisationen  kostenlos  sind,  nach  bestem  Wissen  und  Gewissen zusammengestellt. Doch der Tourismus ist eine schnelllebige Branche. Daher kann  an dieser Stelle keine Gewähr für die Richtigkeit der Daten übernommen werden.
Um  die  Liste  zukünftig  noch  besser,  ausführlicher  und  aktueller  zu  gestalten,  brauche ich Ihre Unterstützung. Bitte schreiben Sie an fairreisen2016@gmail.com, wenn Sie Kritik, Anregungen oder Korrekturen haben.  Viel Spaß beim Stöbern und beim ökofairen Reisen!

Sonntag, 30. Juli 2017

Wo gibt es faire Bio-Jeans?





Jeans sollen gut sitzen und schön aussehen – und zwar ohne Gift und Ausbeutung in der Produktionskette. Das Ökoportal Utopia hat eine Bestenliste von Fair-Fashion-Labels erstellt, die stylische Jeans aus Bio-Baumwolle herstellen und dabei Wert legen auf eine nachhaltige, transparente Produktion. Die meisten sind dabei nicht teurer als typische Markenprodukte von Levi’s, Diesel & Co. Ob teure Marke oder Billig-Mode: Konventioneller Baumwollanbau verwendet gefährliche Pestizide; bei der Verarbeitung kommen massenhaft giftige Chemikalien zum Einsatz. In der gesamten Textilbranche ist die Ausbeutung von Arbeitern ein massives Problem. machen es besser – du erkennst sie am leichtesten an einigen Siegel und Zertifizierungen.
Quelle: Utopia.de
 

Samstag, 22. Juli 2017

Fairer Handel: Umsatz 2016 mit Rekord - Pro-Kopf weiter niedrig




Im Geschäftsjahr 2016 erreichte der Faire Handel in Deutschland mit 1,3 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen einen neuen Rekordumsatz und weist eine Steigerung von 14 % im Vergleich zum Vorjahr auf. Gut 16 Euro pro Kopf gaben deutsche Verbraucher*innen im Jahr 2016 durchschnittlich für Lebensmittel und Handwerk aus Fairem Handel aus. Im EU-Vergleich liegt Deutschland damit zwei Euro vor Frankreich, bleibt jedoch deutlich hinter der Schweiz und dem Vereinigten Königreich zurück. Der Pro-Kopf-Verbrauch fair gehandelter Produkte in der Schweiz ist mehr als viermal so hoch wie in Deutschland. Mit 36 % am Gesamtumsatz des Fairen Handels zu Endverbraucherpreisen hält Kaffee weiterhin deutlich die Spitzenposition. Danach weisen Südfrüchte, Blumen (vorwiegend Rosen), Eiscreme und Textilien den stärksten Umsatz aller fair gehandelten Waren für das Jahr 2016 auf. Fair gehandelte Produkte aus dem Globalen Norden, vor allem Milch, Mehl und Backwaren, vorwiegend aus Deutschland, machten im vergangenen Jahr 5 % am Gesamtumsatz des Fairen Handels aus. Der Absatz von fair gehandeltem Kaffee wuchs 2016 um 22 % auf 20.014 Tonnen. Damit setzt das Lieblingsgetränk der Deutschen sein kontinuierliches Wachstum im Fairen Handel fort. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich der Umsatz mit fair gehandeltem Kaffee mehr als verdoppelt. 75 % des fair gehandelten Kaffees waren 2016 bio-zertifiziert.
Quelle: FFH



Samstag, 1. Juli 2017

Entwicklungshilfe: Geschäft für Finanzinvestoren und Konzerne



Dokumentarfilm „Konzerne als Retter?“ durchleuchtet Projekte in Afrika

Die staatliche Entwicklungshilfe setzt zunehmend auf die Privatwirtschaft. Nur sie könne effizient Armut und Hunger in der Welt bekämpfen. Angesichts knapper werdender Ressourcen sei es nun an der Zeit, zusammen mit der Privatwirtschaft entwicklungs- politische Ziele zu erreichen. Die extreme Armut und der Hunger in der Welt könnten nur bekämpft werden, wenn die Wirtschaft das Problem in die Hand nehme. Die Dokumentation „Konzerne als Retter? Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe“ schaut, was dieses Credo in der Praxis bedeutet: deutsche Tiefkühlpizza für Kenia, Megafarmen in Sambia, neue Pestizidmärkte für Chemieriesen wie Bayer oder die extrem klimaschädliche Trockenlegung von Sumpflandschaften. Arme Menschen, die eigentlich Ziel der Entwicklungshilfe sein sollten, werden systematisch ignoriert. Häufig sind sie von den so genannten „öffentlich-privaten Partnerschaften“ sogar negativ betroffen.
Quelle: FIAN